S4 Andarine + GW-501516 Cardarine Stack

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Der S4 Andarine Cardarine Stack von SwissChems kombiniert zwei Forschungssubstanzen: den selektiven Androgenrezeptor-Modulator S4 (Andarin) und den PPAR-delta-Agonisten GW-501516, der umgangssprachlich „Cardarine“ genannt wird. Beide Stoffe wurden in der präklinischen Forschung untersucht. Keiner von ihnen ist als Arzneimittel zugelassen. Das Produkt ist ausschließlich für Forschungs- und Laborzwecke bestimmt und nicht für den menschlichen Verzehr geeignet.

Produktspezifikation

ProduktnameS4 Andarine + GW-501516 Cardarine Stack
MarkeSwissChems
Wirkstoff 1Andarin (S4, GTx-007)
CAS-Nummer S4401900-40-1
Summenformel S4C19H18F3N3O6 · 441,4 g/mol
Wirkstoff 2GW-501516 (GW1516, „Cardarine“)
CAS-Nummer GW-501516317318-70-0
Summenformel GW-501516C21H18F3NO3S2 · 453,5 g/mol
SubstanzklasseSARM (S4) und PPAR-δ-Agonist (GW-501516)
Darreichungsform[bitte ergänzen]
Gehalt pro Einheit[bitte ergänzen]
Inhalt[bitte ergänzen]
Reinheit[laut Analysezertifikat ergänzen]
LagerungKühl, trocken und lichtgeschützt; außerhalb der Reichweite von Kindern
ZulassungsstatusKein zugelassenes Arzneimittel (weder EMA noch BfArM)
Anti-DopingBeide Stoffe auf der WADA-Verbotsliste (jederzeit verboten)
VerwendungNur für Forschungszwecke, nicht zum Verzehr

Wichtig: Die Entwicklung von GW-501516 wurde 2007 eingestellt, nachdem in Tierstudien Krebs in mehreren Organen auftrat. Zu S4 sind unter anderem Sehstörungen und eine Unterdrückung der körpereigenen Hormonproduktion beschrieben. Beide Substanzen sind im Sport verboten. Bitte lies vor dem Kauf die ausführlichen Hinweise in der Produktbeschreibung.

S4 Andarine Cardarine Stack: was hinter der Kombination steckt

Der S4 Andarine Cardarine Stack von SwissChems vereint zwei Substanzen, die in Foren und Fitnesskreisen oft zusammen genannt werden. Trotzdem wissen viele Einsteiger kaum, woher diese Stoffe stammen, wie sie wirken und warum ihre Entwicklung nie zu einem Medikament geführt hat. Genau hier setzt dieser Text an. Er erklärt die Grundlagen verständlich, ordnet die Studienlage ein und benennt offen die bekannten Risiken.

Vorweg das Wichtigste: Weder S4 noch GW-501516 ist ein zugelassenes Arzneimittel. Beide Stoffe stehen auf der Verbotsliste der Welt-Anti-Doping-Agentur. Zudem wurde die Entwicklung von GW-501516 abgebrochen, nachdem Tierversuche Krebs in mehreren Organen zeigten. Wer sich mit diesem Stack beschäftigt, sollte diese Fakten kennen, bevor er irgendetwas anderes liest.

Im Folgenden schauen wir uns zuerst jede Substanz einzeln an. Danach geht es um die Frage, warum beide überhaupt kombiniert werden. Anschließend folgen die bekannten Risiken, die Rechtslage in Deutschland und der EU sowie Hinweise zu Qualität und Lagerung. Ein kleines Glossar und häufige Fragen runden den Text ab. So erhältst du einen vollständigen und ehrlichen Überblick, ohne dich durch Fachliteratur kämpfen zu müssen.

Auf einen Blick: Dieses Produkt ist ausschließlich für Forschungs- und Laborzwecke bestimmt. Es ist nicht für den menschlichen Verzehr geeignet. S4 und GW-501516 sind in der EU nicht als Arzneimittel zugelassen. Für GW-501516 sind krebserregende Effekte im Tierversuch dokumentiert. Für S4 sind unter anderem Sehstörungen und eine Hemmung der körpereigenen Hormonproduktion beschrieben.

Was ist S4 (Andarin)?

S4 trägt den internationalen Freinamen Andarin und die Entwicklungsbezeichnung GTx-007. Die Substanz gehört zu den selektiven Androgenrezeptor-Modulatoren, kurz SARMs. Forscher an der University of Tennessee und das Unternehmen GTx Inc. entwickelten sie Anfang der 2000er-Jahre. Ursprünglich wollte man damit Muskelschwund, Osteoporose und eine gutartige Vergrößerung der Prostata behandeln.

Wie SARMs grundsätzlich funktionieren

Der Androgenrezeptor ist die Andockstelle für Testosteron und verwandte Hormone. Klassische anabole Steroide aktivieren diesen Rezeptor im ganzen Körper. Das betrifft Muskeln und Knochen, aber eben auch Prostata, Haut, Haarfollikel und Leber. Die Idee hinter SARMs war daher eine gezieltere Wirkung. Sie sollten vor allem in Muskel- und Knochengewebe ansetzen und andere Organe möglichst schonen.

In der Praxis ist diese Selektivität jedoch nur relativ. Auch SARMs greifen in den Hormonhaushalt ein. Außerdem stammen die meisten Daten zur Gewebeselektivität aus Tiermodellen. Ob sich diese Ergebnisse auf den Menschen übertragen lassen, ist für S4 nie in größeren klinischen Studien geprüft worden.

Was die Forschung zu S4 gezeigt hat

Die bekanntesten Arbeiten zu Andarin sind präklinische Studien an Ratten. In einem häufig zitierten Modell wurden kastrierte Tiere untersucht, also Tiere ohne eigene Testosteronproduktion. Dort beobachteten die Forscher, dass S4 Muskelmasse und Knochendichte teilweise erhalten konnte. Gleichzeitig war der Effekt auf die Prostata schwächer als bei Testosteron.

Diese Ergebnisse klangen vielversprechend. Dennoch kam S4 nie über die frühe Entwicklungsphase hinaus. GTx konzentrierte sich später auf einen anderen Kandidaten, Enobosarm (Ostarin). Es gibt deshalb keine belastbaren Langzeitdaten zur Sicherheit von S4 beim Menschen. Aussagen über „Muskelaufbau“ oder „Definition“ beim Menschen lassen sich aus der Studienlage also nicht ableiten.

Was ist GW-501516 (Cardarine)?

GW-501516, oft auch GW1516 genannt, ist kein SARM. Der Stoff gehört zu einer ganz anderen Klasse, nämlich zu den PPAR-delta-Agonisten. Der Name „Cardarine“ ist dabei kein offizieller Wirkstoffname. Er stammt aus dem Online-Handel und hat keine wissenschaftliche Grundlage. Ein weiterer Spitzname lautet „Endurobol“.

Entwickelt wurde GW-501516 in den 1990er-Jahren in einer Kooperation von GlaxoSmithKline und Ligand Pharmaceuticals. Das Ziel war ein Medikament gegen Fettstoffwechselstörungen, Übergewicht und damit verbundene Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Die Rolle von PPAR-delta

PPARs (Peroxisom-Proliferator-aktivierte Rezeptoren) sind Rezeptoren im Zellkern. Sie steuern, welche Gene für den Fett- und Zuckerstoffwechsel aktiv sind. Die Delta-Variante kommt unter anderem reichlich im Skelettmuskel vor. Wird sie aktiviert, verschiebt sich der Stoffwechsel der Muskelzelle in Richtung Fettverbrennung.

In einer viel beachteten Studie aus dem Jahr 2008 erhielten Mäuse GW-501516. In Kombination mit Training liefen diese Tiere auf dem Laufband deutlich länger als die Vergleichsgruppe. Solche Befunde machten die Substanz im Ausdauersport bekannt. Allerdings handelt es sich um Tierdaten. Eine Wirkung beim Menschen in dieser Form ist nicht belegt.

Warum die Entwicklung gestoppt wurde

Im Jahr 2007 beendete GlaxoSmithKline die Entwicklung von GW-501516. Der Grund waren Langzeitstudien an Mäusen und Ratten. In diesen Studien entwickelten die Tiere Tumoren in zahlreichen Organen, darunter Leber, Magen, Blase, Schilddrüse und Haut. Bemerkenswert ist, dass Krebs bereits bei vergleichsweise niedrigen Mengen auftrat.

Die Welt-Anti-Doping-Agentur reagierte darauf 2013 mit einer ungewöhnlichen Maßnahme. Sie veröffentlichte eine eigene Warnung vor GW-501516 und betonte die ernsten Gesundheitsrisiken. Solche gezielten Warnungen zu einzelnen Substanzen sind bei der WADA selten. Das zeigt, wie ernst die Behörde die Befunde nahm.

Krebsrisiko bei GW-501516: Die klinische Entwicklung wurde 2007 abgebrochen, weil Tierstudien Krebs in mehreren Organen zeigten. Es gibt keine Menge, die nach heutigem Wissensstand als sicher gilt. Die WADA hat 2013 ausdrücklich vor der Substanz gewarnt.

Warum werden S4 und GW-501516 als Stack angeboten?

Ein „Stack“ bezeichnet die Kombination mehrerer Substanzen. Die Begründung für genau diese Paarung stammt fast ausschließlich aus Erfahrungsberichten im Internet. Dort wird S4 mit Muskelgewebe und GW-501516 mit Fettstoffwechsel in Verbindung gebracht. Zusammen sollen sie sich angeblich ergänzen.

Wissenschaftlich ist diese Kombination jedoch nie untersucht worden. Es gibt keine einzige veröffentlichte Studie, die S4 und GW-501516 gemeinsam getestet hat. Folglich ist unbekannt, wie beide Stoffe miteinander wechselwirken. Ebenso unklar ist, ob sich ihre Risiken addieren oder gegenseitig verstärken. Wer von „Synergie“ spricht, stützt sich daher auf Vermutungen und nicht auf Daten.

Aus Forschungssicht ist eine solche Kombination zudem schwierig. Zwei Substanzen gleichzeitig machen es fast unmöglich, eine beobachtete Wirkung oder Nebenwirkung eindeutig einem der beiden Stoffe zuzuordnen.

Die beiden Substanzen im Vergleich

MerkmalS4 (Andarin)GW-501516
SubstanzklasseSelektiver Androgenrezeptor-Modulator (SARM)PPAR-delta-Agonist
EntwicklerUniversity of Tennessee / GTx Inc.GlaxoSmithKline / Ligand Pharmaceuticals
Ursprüngliches ZielMuskelschwund, Osteoporose, ProstatavergrößerungFettstoffwechselstörungen, Übergewicht
Höchster EntwicklungsstandPräklinisch / sehr frühe PhaseKlinische Phase II, 2007 abgebrochen
Hauptgrund für das EndeKonzentration auf andere Kandidaten, SehstörungenKrebs in Tierstudien
ArzneimittelzulassungKeineKeine
WADA-KategorieS1.2 Andere anabole WirkstoffeS4 Hormon- und Stoffwechselmodulatoren

Bekannte Risiken und Nebenwirkungen

Da es für beide Substanzen kaum Daten am Menschen gibt, stammt das Wissen über Risiken aus drei Quellen. Das sind Tierstudien, wenige frühe Humandaten und Fallberichte. Hinzu kommen zahlreiche Erfahrungsberichte, deren Aussagekraft begrenzt ist. Die folgende Übersicht fasst die am häufigsten beschriebenen Risiken zusammen. Sie ist nicht vollständig.

Risiken von S4

  • Sehstörungen: Am bekanntesten ist ein Gelbstich im Sehen. Außerdem wird von einer schlechteren Anpassung an Dunkelheit und damit eingeschränkter Nachtsicht berichtet. Das kann zum Beispiel beim Autofahren gefährlich werden.
  • Hormonunterdrückung: Wie andere SARMs kann S4 die körpereigene Bildung von Testosteron sowie der Steuerhormone LH und FSH senken. Mögliche Folgen sind Müdigkeit, Libidoverlust und Stimmungsschwankungen.
  • Blutfette: Für SARMs als Gruppe ist eine Senkung des „guten“ HDL-Cholesterins beschrieben. Das kann das Herz-Kreislauf-Risiko erhöhen.
  • Leber: Für mehrere SARMs gibt es Fallberichte über Leberschäden. Ob das auch S4 betrifft, ist mangels Daten offen.

Risiken von GW-501516

  • Krebs: In Langzeit-Tierstudien entstanden Tumoren in vielen verschiedenen Organen. Dies ist der Grund für den Entwicklungsstopp.
  • Unbekannte Langzeitfolgen: Es gibt keine abgeschlossenen Langzeitstudien am Menschen. Über Wirkungen nach Monaten oder Jahren lässt sich daher nichts Verlässliches sagen.
  • Fehlende Qualitätskontrolle am Markt: Untersuchungen von Produkten aus dem Internethandel haben wiederholt falsche Mengen oder andere Inhaltsstoffe gefunden.

Bekannte Nebenwirkungen von S4: Beschrieben sind vor allem Sehstörungen wie ein Gelbstich und eine verschlechterte Nachtsicht sowie die Unterdrückung der körpereigenen Hormonproduktion. Die Langzeitsicherheit ist beim Menschen nicht untersucht. Bei Beschwerden gehört die Abklärung immer in ärztliche Hände.

Warum Erfahrungsberichte keine Studien ersetzen

Viele Informationen zu S4 und GW-501516 stammen aus Foren, Videos und sozialen Netzwerken. Solche Berichte sind jedoch subjektiv. Oft kennt niemand die tatsächliche Zusammensetzung des verwendeten Produkts. Häufig werden außerdem mehrere Stoffe gleichzeitig eingenommen, und Nebenwirkungen werden seltener geteilt als positive Erlebnisse. Für eine sachliche Einschätzung zählen daher kontrollierte Studien, und genau die fehlen hier weitgehend.

Rechtliche Lage in Deutschland und der EU

Die Rechtslage ist ein Thema, das viele Einsteiger unterschätzen. Deshalb fassen wir hier die wichtigsten Punkte zusammen. Dieser Abschnitt ersetzt keine Rechtsberatung, denn Gesetze und Listen ändern sich regelmäßig.

Kein zugelassenes Arzneimittel

Weder S4 noch GW-501516 hat eine Zulassung durch die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) oder das deutsche Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Stoffe, die zur Anwendung am Menschen bestimmt sind, unterliegen in Deutschland dem Arzneimittelgesetz (AMG). Ein Inverkehrbringen zur Einnahme ohne Zulassung ist nicht erlaubt. Auch als Nahrungsergänzungsmittel dürfen diese Stoffe nicht verkauft werden. Aus diesem Grund wird dieses Produkt ausschließlich als Forschungschemikalie angeboten.

Anti-Doping-Gesetz (AntiDopG)

Seit 2015 gilt in Deutschland das Anti-Doping-Gesetz. Es verbietet unter anderem das Herstellen, Handeltreiben, Abgeben und Anwenden von Dopingmitteln zum Zweck des Dopings im Sport. Welche Stoffe erfasst sind, regelt die Anlage des Gesetzes, und SARMs sind dort aufgeführt. Für bestimmte Stoffe ist bereits der Besitz einer nicht geringen Menge zu Dopingzwecken strafbar. Außerdem können Sportlerinnen und Sportler, die an organisierten Wettkämpfen teilnehmen, selbst strafrechtlich belangt werden. Da die Anlage regelmäßig angepasst wird, lohnt sich ein Blick in die aktuelle Fassung auf gesetze-im-internet.de.

WADA-Verbotsliste

Beide Substanzen sind nach dem WADA-Code jederzeit verboten, also im Training wie im Wettkampf. S4 fällt unter die Kategorie S1.2 „Andere anabole Wirkstoffe“. GW-501516 steht in der Kategorie S4 „Hormon- und Stoffwechselmodulatoren“. Die Nationale Anti Doping Agentur Deutschland (NADA) setzt diese Liste hierzulande um. In der Vergangenheit wurden immer wieder Athletinnen und Athleten nach einem positiven Test auf GW-501516 gesperrt, darunter mehrere Radsportler.

Andere EU-Staaten

Auch in den übrigen EU-Mitgliedstaaten ist keine der beiden Substanzen als Arzneimittel zugelassen. Die Einordnung im Strafrecht unterscheidet sich jedoch von Land zu Land. Zoll und Behörden können Sendungen außerdem beschlagnahmen. Wer außerhalb Deutschlands bestellt oder forscht, sollte deshalb die nationalen Vorschriften selbst prüfen.

Rechtlicher Hinweis: S4 und GW-501516 sind in Deutschland und der EU nicht als Arzneimittel zugelassen. Die Abgabe zur Anwendung am Menschen ist unzulässig. SARMs werden vom deutschen Anti-Doping-Gesetz erfasst, und beide Stoffe stehen auf der WADA-Verbotsliste. Wer am organisierten Sport teilnimmt, riskiert Sperren und strafrechtliche Folgen.

Qualität und Prüfung im Labor

Bei Forschungschemikalien spielt die Qualität eine zentrale Rolle. Ohne Zulassung gibt es keine behördliche Kontrolle der Herstellung. Umso wichtiger ist ein nachvollziehbares Analysezertifikat für jede Charge. Ein seriöses Zertifikat nennt die Chargennummer, das Prüflabor, die eingesetzte Methode und die gemessene Reinheit.

Üblich ist zum Beispiel die Hochleistungsflüssigkeitschromatographie (HPLC) zur Bestimmung der Reinheit. Ergänzend bestätigt die Massenspektrometrie (MS) die Identität des Stoffes. Vergleiche die Angaben auf dem Etikett stets mit dem passenden Zertifikat. Weichen Chargennummern voneinander ab, ist Vorsicht angebracht.

Lagerung und Handhabung

  1. Bewahre das Produkt kühl, trocken und vor Licht geschützt auf.
  2. Halte es stets außerhalb der Reichweite von Kindern und Haustieren.
  3. Beschrifte geöffnete Behälter mit Datum und Chargennummer.
  4. Trage bei der Arbeit im Labor die übliche Schutzausrüstung, also Handschuhe, Schutzbrille und Kittel.
  5. Entsorge Reste gemäß den örtlichen Vorschriften für Laborchemikalien.

Wichtige Begriffe für Einsteiger

Wer zum ersten Mal über SARMs und Stoffwechselmodulatoren liest, stößt auf viele Fachbegriffe. Die folgende Übersicht erklärt die wichtigsten davon in einfachen Worten. So lassen sich Studien, Etiketten und Analysezertifikate leichter einordnen.

BegriffBedeutung
AgonistEin Stoff, der einen Rezeptor aktiviert und so eine Reaktion in der Zelle auslöst.
AndrogenrezeptorDie Andockstelle für Testosteron und verwandte Hormone in vielen Geweben des Körpers.
PräklinischForschung im Labor und an Tieren, bevor ein Stoff am Menschen getestet wird.
Klinische Phase IIStudien an einer kleineren Gruppe von Patienten, um Wirkung und Verträglichkeit zu prüfen.
HPG-AchseDas Regelsystem aus Hypothalamus, Hirnanhangdrüse und Keimdrüsen, das die Hormonbildung steuert.
KarzinogenEin Stoff, der Krebs auslösen oder fördern kann.
ChargeEine Produktionseinheit, die unter gleichen Bedingungen hergestellt und gemeinsam geprüft wurde.
Analysezertifikat (COA)Ein Laborbericht, der Identität und Reinheit einer bestimmten Charge belegt.

Wie man Studien richtig liest

Gerade bei Forschungssubstanzen lohnt sich ein kritischer Blick auf die Quelle. Zuerst stellt sich die Frage, ob eine Studie an Zellen, an Tieren oder an Menschen durchgeführt wurde. Danach zählt die Größe der Untersuchung, denn wenige Teilnehmer liefern nur unsichere Ergebnisse. Ebenso wichtig ist die Dauer: Kurze Studien können keine Langzeitfolgen wie Krebs erfassen. Schließlich hilft ein Blick darauf, wer die Studie finanziert hat. Ein positiver Effekt in einem Tiermodell ist also ein Ausgangspunkt für weitere Forschung, aber kein Beweis für eine Wirkung beim Menschen.

Häufige Fragen zum S4 Andarine Cardarine Stack

Ist S4 ein Steroid?

Nein. S4 ist kein Steroid, sondern ein nichtsteroidaler SARM. Er bindet aber an denselben Rezeptor wie Testosteron. Deshalb kann er ähnliche hormonelle Nebenwirkungen auslösen, etwa die Unterdrückung der eigenen Testosteronbildung.

Ist Cardarine ein SARM?

Nein, obwohl es oft so bezeichnet wird. GW-501516 wirkt über den PPAR-delta-Rezeptor und nicht über den Androgenrezeptor. Die Einordnung als SARM ist ein verbreiteter Irrtum aus dem Onlinehandel.

Ist der Stack in Deutschland legal?

Der Erwerb als Forschungschemikalie ist eine rechtliche Grauzone, die sich schnell ändern kann. Klar ist: Keine der Substanzen ist als Arzneimittel zugelassen, die Abgabe zur Einnahme ist unzulässig, und SARMs fallen unter das Anti-Doping-Gesetz. Für den Sport gilt ein vollständiges Verbot.

Gibt es eine sichere Menge?

Dafür gibt es keine wissenschaftliche Grundlage. Für den Menschen existieren keine geprüften Sicherheitsdaten, und für GW-501516 sind Krebsbefunde im Tierversuch dokumentiert. Wir machen deshalb grundsätzlich keine Angaben zur Anwendung am Menschen.

Kann man S4 und GW-501516 in einem Dopingtest nachweisen?

Ja. Anti-Doping-Labore verfügen über etablierte Nachweisverfahren für beide Stoffe und ihre Abbauprodukte. Positive Tests auf GW-501516 und verschiedene SARMs kommen regelmäßig vor.

Fazit

Der S4 Andarine Cardarine Stack von SwissChems kombiniert zwei Substanzen mit einer interessanten Forschungsgeschichte. Beide sollten einmal Medikamente werden, und beide sind auf diesem Weg gescheitert. Im Fall von GW-501516 waren schwerwiegende Krebsbefunde im Tierversuch der Grund. Für S4 fehlen belastbare Daten zur Sicherheit am Menschen, und bekannte Nebenwirkungen betreffen das Sehen und den Hormonhaushalt.

Für Einsteiger ist daher vor allem eines wichtig: Versprechen über schnellen Muskelaufbau oder Fettverlust haben keine wissenschaftliche Grundlage beim Menschen. Wer mit diesen Stoffen forscht, sollte die Risiken, die Rechtslage und die Bedeutung geprüfter Qualität kennen. Dieser Text soll genau dabei helfen.

Haftungsausschluss: Dieses Produkt ist ausschließlich für Forschungs- und Laborzwecke bestimmt und nicht für den menschlichen oder tierischen Verzehr geeignet. S4 (Andarin) und GW-501516 sind keine zugelassenen Arzneimittel. Die Entwicklung von GW-501516 wurde nach Krebsbefunden in Tierstudien eingestellt. Für S4 sind unter anderem Sehstörungen und eine Unterdrückung der körpereigenen Hormonproduktion beschrieben. Beide Stoffe stehen auf der WADA-Verbotsliste, SARMs fallen zudem unter das deutsche Anti-Doping-Gesetz. Die Informationen auf dieser Seite dienen der Aufklärung. Sie stellen keine medizinische Beratung, keine Anwendungsempfehlung und keine Rechtsberatung dar. Der Verkauf erfolgt nur an volljährige Personen. Der Käufer ist für die Einhaltung der in seinem Land geltenden Gesetze selbst verantwortlich.