Trenbolone Acetate 100 mg/ml

€ 69,99

- +
  • Diskreter Versand Neutrale Verpackung
  • 48 h Lieferung Innerhalb Deutschlands
  • Laborgeprüft Chargen auf Qualität geprüft
  • Premium-Qualität Sorgfältig ausgewählt
  • Sichere Zahlung SSL-verschlüsselt
  • Sendungsverfolgung Sendung online verfolgen

Trenbolone Acetate 100 enthält Trenbolonacetat, ein synthetisches Steroid aus der Gruppe der 19-Nortestosteron-Abkömmlinge. Entwickelt wurde der Wirkstoff in den 1960er-Jahren für die Rindermast. Für die Anwendung am Menschen besitzt Trenbolonacetat nirgendwo eine Zulassung, und in der EU ist auch der Einsatz bei Masttieren seit Ende der 1980er-Jahre verboten.

Produktspezifikation

WirkstoffTrenbolonacetat (17β-Acetoxyestra-4,9,11-trien-3-on)
Konzentration100 mg/ml
Freies Trenbolon je mlca. 87 mg (Esteranteil ca. 13 %)
WirkstoffklasseSynthetisches anabol-androgenes Steroid, 19-Nortestosteron-Derivat
EsterketteEssigsäure (2 Kohlenstoffatome)
DarreichungsformÖlige Injektionslösung
ApplikationswegIntramuskulär (i.m.)
HalbwertszeitKurz, Literaturangaben meist ca. 1–3 Tage (kaum Humandaten)
SummenformelC20H24O3
Molare Masse312,4 g/mol
CAS-Nummer10161-34-9
AromatisierungNein (keine Umwandlung zu Estradiol)
Weitere RezeptoraktivitätBindung an den Progesteronrezeptor
ZulassungsstatusKein Humanarzneimittel; ursprünglich Tierarzneimittel (Mastimplantat)
Packungsgröße[z. B. 10 ml Durchstechflasche – bitte anpassen]
LagerungRaumtemperatur (15–25 °C), lichtgeschützt
Rechtsstatus (DE)Ohne Zulassung nach AMG, gelistetes Dopingmittel nach AntiDopG, in der EU als Masthilfe verboten

Alle Angaben dienen nur der sachlichen Information. Sie sind weder eine Empfehlung noch eine Anleitung zur Anwendung. Trenbolon ist für den Menschen nicht zugelassen.

Trenbolon Acetat 100 hat eine ungewöhnliche Herkunft. Der Wirkstoff wurde nicht für Kliniken oder Arztpraxen entwickelt, sondern für Mastbetriebe. Bis heute bekommen Rinder in einigen Ländern kleine Implantate hinter das Ohr gesetzt, die Trenbolonacetat langsam abgeben. Beim Menschen dagegen hat dieses Steroid nie eine Zulassung erhalten. Trotzdem gehört es zu den meistdiskutierten Substanzen in der Kraftsportszene.

In diesem Ratgeber schauen wir uns an, was hinter dem Namen steckt. Du erfährst, wie Trenbolon chemisch aufgebaut ist und warum es sich von Testosteron deutlich unterscheidet. Danach geht es um die Studienlage, um die bekannten Risiken und um die rechtliche Situation in Deutschland. Fachbegriffe erklären wir direkt im Text, sodass du ohne Vorkenntnisse folgen kannst.

Was ist Trenbolon Acetat 100?

Trenbolon ist ein vollsynthetisches Steroid. Der Körper stellt es also nicht selbst her. Chemisch zählt es zu den sogenannten 19-Nortestosteron-Derivaten, ist also ein entfernter Verwandter von Nandrolon. „19-nor“ bedeutet, dass an einer bestimmten Stelle des Grundgerüsts ein Kohlenstoffatom fehlt. Diese kleine Änderung beeinflusst, wie das Molekül im Körper verarbeitet wird.

Beim Acetat ist an das Trenbolon ein Rest der Essigsäure angehängt. Fachleute sprechen von einem Ester. Er macht das Molekül etwas fettlöslicher und verzögert dadurch seine Freisetzung aus dem Muskeldepot. Mit nur zwei Kohlenstoffatomen ist Acetat allerdings einer der kürzesten Ester überhaupt. Der Effekt hält entsprechend nur kurz an.

Die Angabe 100 bezieht sich auf die Konzentration: 100 mg Trenbolonacetat pro Milliliter Öl. Zieht man den Esteranteil ab, bleiben rechnerisch rund 87 mg reines Trenbolon übrig. Der Rest entfällt auf die Essigsäuregruppe, die im Blut rasch abgespalten wird.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Trenbolon stammt aus der Veterinärmedizin und war als Mastförderer für Rinder gedacht.
  • Für Menschen gibt es kein zugelassenes Arzneimittel mit Trenbolonacetat.
  • Das Molekül wird nicht zu Östrogen umgewandelt, bindet aber an den Progesteronrezeptor.
  • Belastbare Studien am Menschen fehlen fast vollständig.
  • In Deutschland steht Trenbolon ausdrücklich auf der Liste des Anti-Doping-Gesetzes.

Vom Forschungslabor in den Rinderstall

Die Geschichte von Trenbolon beginnt in den 1960er-Jahren. Damals suchten Pharmafirmen in Frankreich nach Steroiden, die Tiere schneller Muskelmasse aufbauen lassen. Ziel war ein besseres Verhältnis von Futter zu Fleisch. Trenbolonacetat erwies sich in diesen Versuchen als besonders wirksam, und so kam es in den 1970er-Jahren als Implantat für Mastrinder auf den Markt.

In den USA, Kanada und einigen anderen Ländern gehören solche Implantate bis heute zur gängigen Praxis. Häufig werden sie mit einem Östrogen kombiniert. Europa ging einen anderen Weg. Seit 1988 verbietet die Europäische Gemeinschaft hormonell wirksame Stoffe zur Leistungssteigerung bei Nutztieren. Dieses Verbot wurde später in der Richtlinie 96/22/EG bekräftigt. Es betrifft nicht nur die heimische Tierhaltung, sondern auch importiertes Fleisch.

Daraus entstand einer der bekanntesten Handelskonflikte der 1990er-Jahre. Die USA und Kanada klagten vor der Welthandelsorganisation gegen das europäische Importverbot für Hormonfleisch. Der Streit zog sich über viele Jahre und zeigt, wie unterschiedlich Behörden die Rückstände solcher Wirkstoffe bewerten.

Gab es jemals ein Humanpräparat?

Für das Acetat lautet die Antwort klar nein. Lediglich ein anderer, langwirksamer Trenbolonester war in den 1980er- und 1990er-Jahren in Frankreich kurzzeitig für Menschen erhältlich. Der Hersteller nahm ihn 1997 wieder vom Markt. Seitdem existiert weltweit kein zugelassenes Humanarzneimittel auf Trenbolonbasis. Alles, was heute außerhalb der Tiermedizin kursiert, stammt aus nicht kontrollierten Quellen.

Ein Molekül mit drei Doppelbindungen

Wer die Strukturformel von Trenbolon betrachtet, entdeckt drei Doppelbindungen im Ringsystem. Testosteron besitzt nur eine. Genau diese Besonderheit verleiht dem Molekül seine starre Form. Sie bestimmt auch, welche Enzyme mit Trenbolon arbeiten können und welche nicht.

Zwei Folgen sind für das Verständnis besonders wichtig:

  1. Keine Umwandlung in Östrogen: Das Enzym Aromatase kann Trenbolon nicht in ein Östrogen umbauen. Bei Testosteron passiert das dagegen ständig.
  2. Keine Verstärkung durch 5α-Reduktase: Testosteron wird in Haut und Prostata zu dem stärkeren Hormon Dihydrotestosteron (DHT) umgewandelt. Trenbolon ist für dieses Enzym kein geeignetes Substrat.

Daraus wird oft geschlossen, Trenbolon sei „sauberer“ als Testosteron. Diese Folgerung greift jedoch zu kurz. Ein fehlender Umbauweg bedeutet nicht, dass Nebenwirkungen ausbleiben. Er bedeutet nur, dass sie über andere Mechanismen entstehen. Dazu gleich mehr.

Wie Trenbolon im Körper wirkt

Nach der Injektion wandert Trenbolonacetat aus dem Öldepot ins Blut. Dort trennen Enzyme, die sogenannten Esterasen, den Acetatrest ab. Übrig bleibt das freie Trenbolon. Es verteilt sich im Gewebe und dockt an verschiedene Rezeptoren an.

Der Androgenrezeptor

Im Mittelpunkt steht der Androgenrezeptor. Er sitzt in Muskelzellen, Knochen, Haut, Haarfollikeln und vielen weiteren Geweben. Laborversuche zeigen, dass Trenbolon diesen Rezeptor sehr fest bindet, deutlich fester als Testosteron. Ist der Rezeptor aktiviert, schaltet er im Zellkern Gene an, die unter anderem den Aufbau von Muskeleiweiß fördern.

Der Progesteronrezeptor

Weniger bekannt ist, dass Trenbolon auch den Rezeptor für das Gelbkörperhormon Progesteron aktiviert. Dieses sogenannte gestagene Potenzial trägt dazu bei, dass die körpereigene Hormonproduktion stark gebremst wird. Ob es darüber hinaus Brustgewebe oder den Prolaktinspiegel beeinflusst, ist beim Menschen kaum untersucht. Die Diskussion darüber stützt sich vor allem auf Theorie und Erfahrungsberichte.

Einfluss auf Stresshormone

Aus Studien an Rindern stammt die Annahme, dass Trenbolon die Wirkung von Cortisol im Muskel abschwächt. Cortisol ist ein Stresshormon, das Eiweiß abbaut. Zudem fanden Forscher in Muskelzellkulturen eine gesteigerte Bildung des Wachstumsfaktors IGF-1. Wie gut sich diese Befunde auf den Menschen übertragen lassen, ist offen.

Vergleich mit verwandten Wirkstoffen

MerkmalTestosteronNandrolonTrenbolon
HerkunftKörpereigenes HormonSynthetischSynthetisch
Umwandlung zu ÖstrogenJaGeringNein
Umwandlung durch 5α-ReduktaseJa, zu DHTJa, zu schwächerem DHNNein
Bindung an ProgesteronrezeptorKaumJaJa
Zulassung beim MenschenJaJa, in einigen LändernNein

Was der Acetat-Ester für die Kinetik bedeutet

Die Kinetik beschreibt, wie schnell ein Stoff ins Blut gelangt und wieder verschwindet. Beim Acetat geht das zügig. Weil die Essigsäuregruppe so klein ist, verlässt das Molekül das Öldepot rasch. Der Spiegel steigt innerhalb kurzer Zeit an und fällt nach wenigen Tagen wieder deutlich ab.

Genaue Zahlen für den Menschen gibt es allerdings nicht. Die oft genannte Halbwertszeit von ein bis drei Tagen beruht auf Daten aus der Tiermedizin und auf Vergleichen mit anderen Acetat-Estern. Bei Mastrindern spielt die Injektion übrigens kaum eine Rolle. Dort sitzt der Wirkstoff in einem festen Pellet unter der Haut, das ihn über Wochen gleichmäßig abgibt.

Für das Verständnis heißt das vor allem eines: Starke Schwankungen des Blutspiegels sind bei einem so kurzen Ester typisch. Solche Spitzen und Täler belasten den Hormonhaushalt zusätzlich und machen die Wirkung schwer vorhersehbar.

Wie gut ist Trenbolon erforscht?

Hier liegt einer der wichtigsten Punkte dieses Artikels. Fast alles, was die Wissenschaft über Trenbolon weiß, stammt aus der Tierforschung. Für die Rindermast wurden Gewichtszunahme, Futterverwertung und Rückstände im Fleisch genau vermessen. Die Sicherheit für Menschen war dagegen nie Gegenstand einer Zulassungsstudie.

Daneben gibt es Untersuchungen an Ratten. Eine Arbeitsgruppe aus Florida beobachtete zum Beispiel bei kastrierten Ratten, dass Trenbolon Muskel- und Knochenmasse erhielt, während die Prostata kaum wuchs. Solche Ergebnisse sind für die Grundlagenforschung interessant. Sie lassen sich aber nicht ohne Weiteres auf Menschen übertragen, schon gar nicht auf Mengen, wie sie außerhalb der Medizin üblich sind.

Am Menschen beschränken sich die Daten weitgehend auf Fallberichte und Befragungen. Ärztinnen und Ärzte beschreiben darin Patienten, die mit Beschwerden in die Klinik kamen und Trenbolon verwendet hatten. Oft wurden gleichzeitig weitere Substanzen genommen. Das macht es schwer, einzelne Effekte eindeutig zuzuordnen. Dennoch zeichnen diese Berichte ein recht einheitliches Bild der Risiken.

Gut zu wissen: Weil Trenbolon nie ein Zulassungsverfahren für Menschen durchlaufen hat, existieren auch keine geprüften Angaben zu Wechselwirkungen, Gegenanzeigen oder sicheren Grenzwerten. Jede Anwendung bewegt sich damit außerhalb jeder medizinischen Absicherung.

Bekannte Risiken für die Gesundheit

Die folgenden Abschnitte fassen zusammen, was Studien und medizinische Fallberichte über Trenbolon und verwandte Steroide zeigen. Die Liste ist nicht vollständig. Sie macht aber deutlich, warum Fachgesellschaften vor diesem Wirkstoff besonders eindringlich warnen.

Herz und Blutgefäße

Anabole Steroide verändern die Blutfette. Typisch ist ein deutlicher Abfall des „guten“ HDL-Cholesterins, während das „schlechte“ LDL steigen kann. Für 19-Nor-Verbindungen wie Trenbolon wird dieser Effekt als besonders ausgeprägt beschrieben. Auf lange Sicht begünstigt ein solches Muster Ablagerungen in den Gefäßen.

Hinzu kommen weitere Belastungen. Bildgebende Studien an langjährigen Steroidanwendern zeigen häufiger einen verdickten Herzmuskel und eine eingeschränkte Pumpleistung. Der Blutdruck kann steigen, ebenso der Anteil roter Blutkörperchen. In der Fachliteratur finden sich Fallberichte über Herzmuskelschwäche, Herzinfarkt und Thrombosen bei jungen Männern, die unter anderem Trenbolon verwendet hatten.

Psyche und Nervensystem

Kaum ein anderes Steroid wird so oft mit psychischen Veränderungen in Verbindung gebracht. In Befragungen berichten Anwender von Reizbarkeit, Aggression, innerer Unruhe, Angstzuständen und starken Schlafstörungen. Manche beschreiben auch depressive Phasen, vor allem nach dem Absetzen.

Tierversuche stützen diese Beobachtungen. Ratten, die Trenbolon erhielten, zeigten in mehreren Studien ein gesteigertes Aggressionsverhalten. In Zellkulturversuchen löste Trenbolon zudem den programmierten Zelltod in Nervenzellen aus. Was das für das menschliche Gehirn bedeutet, ist noch nicht geklärt. Die Befunde sind jedoch ein ernstes Warnsignal.

Hormonachse und Fruchtbarkeit

Das Gehirn steuert die Hormonproduktion über die Botenstoffe LH und FSH. Registriert es einen hohen Spiegel an Androgenen und Gestagenen, drosselt es diese Signale. Unter Trenbolon geschieht das sehr wirksam. Die Hoden stellen dann kaum noch eigenes Testosteron und weniger Spermien her. Sie können schrumpfen, und die Fruchtbarkeit sinkt.

Wie lange die Erholung dauert, ist individuell sehr verschieden. Bei manchen Männern normalisieren sich die Werte nach einigen Monaten. Andere leiden über lange Zeit an einem Hormonmangel mit Müdigkeit, Libidoverlust und gedrückter Stimmung.

Nieren und Leber

Trenbolonacetat ist nicht 17α-alkyliert. Das ist jene chemische Veränderung, die bei vielen Tabletten-Steroiden die Leber stark belastet. Ein geringeres Leberrisiko bedeutet aber nicht null Risiko. Außerdem gibt es Fallberichte über Nierenschäden bei Steroidanwendern, etwa eine Vernarbung der Nierenkörperchen. Sehr hohe Proteinzufuhr und Blutdruck spielen dabei vermutlich mit hinein.

Weitere häufig berichtete Beschwerden

  • Haut und Haare: Akne, fettige Haut und ein beschleunigter Haarausfall bei entsprechender Veranlagung.
  • Hustenreiz nach der Injektion: Ein kurzer, heftiger Hustenanfall wird häufig geschildert. Die Ursache ist unklar.
  • Nachtschweiß: Viele Anwender berichten von starkem Schwitzen, besonders im Schlaf.
  • Atmung und Ausdauer: Manche bemerken eine spürbar schlechtere Belastbarkeit beim Ausdauertraining.
  • Bei Frauen: Tiefere Stimme, Bartwuchs, Zyklusstörungen und Vergrößerung der Klitoris. Diese Veränderungen können dauerhaft sein.

Zusätzliche Gefahr durch unkontrollierte Herkunft

Da kein reguliertes Humanpräparat existiert, unterliegt Trenbolon zur Injektion keiner behördlichen Qualitätskontrolle. Untersuchungen beschlagnahmter Steroide zeigen immer wieder falsche Wirkstoffmengen, fremde Substanzen oder mikrobielle Verunreinigungen. Spritzenabszesse und Infektionen sind die Folge, die in Notaufnahmen regelmäßig gesehen werden.

Drei verbreitete Irrtümer

Rund um Trenbolon halten sich einige Annahmen, die einer genaueren Prüfung nicht standhalten.

Irrtum 1: „Ohne Aromatisierung gibt es keine Brustbildung.“ Da Trenbolon auch den Progesteronrezeptor aktiviert und das hormonelle Gleichgewicht insgesamt verschiebt, lässt sich das so pauschal nicht sagen. Zudem werden oft weitere Steroide gleichzeitig genommen.

Irrtum 2: „Weil es Tiere gut vertragen, ist es auch für Menschen harmlos.“ Mastrinder erhalten das Mittel über wenige Monate bis zur Schlachtung. Langzeitfolgen spielen in der Tierhaltung daher keine Rolle. Für Menschen sagen diese Erfahrungen nichts über die Sicherheit aus.

Irrtum 3: „Ein kurzer Ester ist schnell wieder raus, also auch die Nebenwirkungen.“ Der Ester bestimmt nur, wie schnell der Wirkstoff ins Blut gelangt. Veränderungen an Herz, Gefäßen oder Hormonachse können deutlich länger bestehen bleiben.

Trenbolon in der Umwelt

Ein Aspekt, über den selten gesprochen wird, betrifft Flüsse und Seen. Rinder scheiden einen Teil des Trenbolons als Abbauprodukt aus, vor allem als 17α-Trenbolon. Über Gülle und Abwasser aus großen Mastbetrieben gelangt es in Gewässer. US-amerikanische Forscher zeigten bereits Anfang der 2000er-Jahre, dass schon winzige Mengen bei Fischen die Fortpflanzung stören und weibliche Tiere vermännlichen können.

Spätere Arbeiten fanden heraus, dass sich bestimmte Abbauprodukte im Wasser unter Sonnenlicht teilweise zurückbilden. Dadurch bleibt ihre hormonelle Wirkung länger erhalten als ursprünglich angenommen. Für Umweltbehörden ist Trenbolon deshalb ein Beispiel dafür, wie Tierarzneimittel weit über den Stall hinaus wirken können.

Trenbolon im Sport und bei Dopingkontrollen

Die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) führt Trenbolon in der Gruppe S1 der verbotenen Substanzen. Damit ist es im Wettkampf und außerhalb davon untersagt. Labore weisen Trenbolon und seine Stoffwechselprodukte im Urin mit modernen Verfahren wie der Massenspektrometrie nach.

Immer wieder berufen sich Sportler nach positiven Tests auf belastetes Fleisch aus dem Ausland. Bei Trenbolon sind solche Erklärungen in Europa wenig plausibel, weil hormonbehandeltes Rindfleisch hier gar nicht verkauft werden darf. Die Anti-Doping-Gerichte prüfen jeden Fall einzeln, folgen dieser Argumentation aber nur selten.

Rechtliche Situation in Deutschland

Für Trenbolon greifen in Deutschland gleich mehrere Regelwerke. Sie betreffen den Menschen, den Sport und die Landwirtschaft.

Arzneimittelgesetz (AMG)

Ein Arzneimittel darf in Deutschland grundsätzlich nur in Verkehr gebracht werden, wenn es zugelassen ist. Ein Humanarzneimittel mit Trenbolon gibt es nicht. Wer ein solches Produkt dennoch herstellt oder vertreibt, verstößt gegen die Zulassungspflicht des AMG. Je nach Fall kann zudem das Verbot sogenannter bedenklicher Arzneimittel greifen. Verstöße sind strafbewehrt.

Anti-Doping-Gesetz (AntiDopG)

Trenbolon ist in der Anlage zum Anti-Doping-Gesetz namentlich aufgeführt. Damit ist jede Weitergabe zu Dopingzwecken strafbar, egal ob durch Herstellung, Verkauf oder das Spritzen bei einer anderen Person. Für den Eigenbedarf zieht das Gesetz eine Grenze über die Menge: Wer mehr als eine festgelegte Schwelle besitzt oder sich beschafft, macht sich ebenfalls strafbar. Die genauen Schwellenwerte stehen in der Dopingmittel-Mengen-Verordnung.

Tierarzneimittel- und Lebensmittelrecht

Im Agrarbereich gilt das EU-weite Verbot von Hormonen zur Mastförderung, das in Deutschland in nationales Recht umgesetzt ist. Rückstände in Lebensmitteln werden im Rahmen des Nationalen Rückstandskontrollplans regelmäßig überwacht. In Deutschland zugelassene Tierarzneimittel mit Trenbolon gibt es nach unserem Kenntnisstand nicht.

Häufige Fragen zu Trenbolon Acetat 100

Warum heißt das Produkt „Trenbolone Acetate“ und nicht „Trenbolon Acetat“?

Beides meint denselben Stoff. „Trenbolone Acetate“ ist die englische Bezeichnung, die international verbreitet ist. Im Deutschen schreibt man meist Trenbolonacetat oder Trenbolon Acetat.

Verschreiben Ärzte in Deutschland Trenbolon?

Nein. Da es kein zugelassenes Humanarzneimittel gibt, steht Trenbolon für eine ärztliche Behandlung nicht zur Verfügung. Bei Hormonmangel greifen Fachärzte auf zugelassene Testosteronpräparate zurück.

Warum ist die Lösung oft gelblich gefärbt?

Trenbolon selbst hat eine gelbliche Eigenfarbe. Grund dafür ist das System aus drei Doppelbindungen, das einen Teil des Lichts absorbiert. Über Qualität oder Reinheit sagt die Farbe nichts aus.

Lässt sich Trenbolon im Blut messen?

Spezialisierte Labore, etwa in der Dopinganalytik, können Trenbolon nachweisen. Im normalen Routinelabor einer Hausarztpraxis ist das nicht vorgesehen. Wichtiger für die Gesundheit sind dort Werte wie Blutfette, Blutbild, Nieren- und Leberwerte sowie die körpereigenen Hormone.

An wen kann ich mich wenden, wenn ich Fragen oder Beschwerden habe?

Erste Anlaufstelle ist die Hausarztpraxis oder eine endokrinologische Praxis. Ärztinnen und Ärzte unterliegen der Schweigepflicht. Viele Städte bieten außerdem Beratungsstellen an, die vertraulich und ohne Vorwürfe zu Medikamenten- und Dopingfragen informieren.

Fazit

Trenbolonacetat ist ein Wirkstoff aus der Tiermast, der nie für Menschen geprüft oder zugelassen wurde. Seine Chemie unterscheidet sich klar von Testosteron: keine Umwandlung zu Östrogen oder DHT, dafür eine starke Bindung an den Androgen- und den Progesteronrezeptor. Diese Eigenschaften machen ihn nicht harmloser, sondern verschieben die Risiken nur.

Die verfügbaren Daten deuten auf erhebliche Belastungen für Herz, Gefäße, Psyche und Hormonhaushalt hin. Gleichzeitig ist die Studienlage am Menschen dünn, was jede Einschätzung zusätzlich unsicher macht. In Deutschland ist Trenbolon im Anti-Doping-Gesetz gelistet und als Arzneimittel nicht verkehrsfähig. Wer sich mit dem Thema beschäftigt, sollte seine Fragen mit einer Ärztin oder einem Arzt besprechen.

Rechtlicher und medizinischer Hinweis: Dieser Text bietet ausschließlich allgemeine Sachinformationen zu Trenbolonacetat. Er ist weder eine Aufforderung zur Anwendung noch eine Diagnose, Therapieempfehlung oder Dosierungsanleitung und kann die Beratung durch medizinisches Fachpersonal nicht ersetzen. Trenbolon besitzt keine Zulassung als Humanarzneimittel. Das Inverkehrbringen nicht zugelassener Arzneimittel ist nach dem Arzneimittelgesetz (AMG) verboten. Darüber hinaus ist Trenbolon in der Anlage zum Anti-Doping-Gesetz (AntiDopG) aufgeführt. Dieses Gesetz ahndet jede Form der Weitergabe zum Doping ebenso wie den Besitz oberhalb der gesetzlich festgelegten Mengengrenzen. Wir haben die Angaben mit Sorgfalt aus der verfügbaren Fachliteratur zusammengetragen. Eine Garantie dafür, dass sie fehlerfrei, lückenlos und auf dem neuesten Stand sind, können wir nicht geben, und für darauf gestützte Entscheidungen haften wir nicht.